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Kandidat Samtgemeindebürgermeister Sören Wallin

01.12.2018

Interview von Heiner Ehlen mit Sören Wallin über 09.11.2018

Der CDU-Gemeindeverband Sittensen hatte am 09.11.2018 für seine Mitglieder und Interessierte zu einem Kennenlernabend mit unserem Kandidaten Sören Wallin für die Samtgemeindebürgermeisterwahl eingeladen. An diesem Abend wurde engagiert und kritisch über den gemeinsamen Weg bis und nach der Wahl am 26.05.2019 diskutiert. Es zeigte sich einmal mehr, dass die CDU nicht nur auf Bundesebene, sondern auch auf Kommunalebene transparente Basisdemokratie lebt!

Gemeindeverbandsvorsitzender Hans-Heinrich Ehlen: Herr Wallin, was hat Sie bewogen, sich in der Börde Sittensen auf das Amt des Samtgemeindebürgermeisters zu bewerben?

Sören Wallin: Mehrere Gründe spielten eine Rolle. Zunächst einmal kenne ich die Börde bereits aus meiner Kindheit. Wenngleich ich im Nachbarlandkreis Stade aufgewachsen bin, habe ich doch durch das Wirken meines Vaters viel mitbekommen. Der Wille nach Möglichkeiten der eigenverantwortlichen Gestaltung des Lebens – anderer und des meinigen – war sicherlich ausschlaggebend. Als ausgebildeter Volljurist steht man vor der Entscheidung entweder in den Staatsdienst einzutreten oder als Rechtsanwalt tätig zu sein. Ich entschied mich nachweislich für Letzteres.

GV HHE: Der Vorstand der CDU wusste, dass Sie sich zuvor schon bei der SPD beworben haben. Wie ist das abgelaufen?

Sören Wallin: Die SPD hat im Frühjahr 2018 eine Annonce geschaltet, auf die ich mich bewarb. Es gab ein Vorstellungsgespräch und eine nicht-öffentliche Nominierungsveranstaltung, bei der ich mit meinen Themenschwerpunkten nicht durchdrang. Offen gesagt wirkte jene Veranstaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit für mich etwas befremdlich.

GV HHE: Warum haben Sie sich überhaupt bei der SPD beworben?

Sören Wallin: Ich wollte aufgrund meiner familiären Lebenssituation zurück in den Norden. Meine Frau wohnt und arbeitet in Hamburg, meine Familie lebt im Landkreis Stade. Ich arbeite und wohne derzeit im südlichen Niedersachsen, im Harz. Folglich war ich auf der Suche nach einer interessanten beruflichen Herausforderung in der Nähe meiner Familie. Richtig ist aber auch, dass ich kurzzeitig SPD-Mitglied war.

Auch gab es seitens der CDU zunächst keine Stellenausschreibung. Erst nachdem der jetzige Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann Mitte dieses Jahres eine erneute Kandidatur ausschloss, war klar, dass der CDU-Gemeindeverband einen neuen Kandidaten für die Wahl 2019 stellen muss.

GV HHE: Dann ist die CDU also nur die zweitbeste Lösung ihrer Familienplanung?

Sören Wallin: Falsch! Herr Ehlen, am 26.05.2019 steht nicht die CDU zur Wahl, sondern das Amt des Samtgemeindebürgermeisters. Ich mag zwar für kurze Zeit Mitglied einer Partei gewesen sein, die nicht die CDU war. Aber auch dort stand ich für konkrete Inhalte. Sie können sehr gerne bei den Beteiligten der nicht-öffentlichen Nominierungsveranstaltung nachfragen, was meine Themenschwerpunkte dort gewesen sind. Diese haben sich nicht geändert. Denn ich war und bin überzeugt, dass nur ein verantwortungsbewusstes, kompetentes Handeln mit kritischem Blick auf die Finanzen sowie mit einer nachhaltigen gewerblichen und wohnlichen Entwicklungsplanung der Börde Sittensen wirklich hilft. Dafür stehe ich!

GV HHE: Herr Wallin, wie wollen Sie die Börde Sittensen voranbringen?

Sören Wallin: Zurzeit erarbeite ich zwei Konzepte. Hierfür führe ich zahlreiche Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern der Börde, den Gewerbetreibenden, den Vereinen, dem Landkreis und vielen weiteren Institutionen, die für die Entwicklung der Börde nützlich sind. Ein Konzept befasst sich mit den gegenwärtigen Problemlagen in der Börde, wie z.B. der Mangel an ausgewiesenen Gewerbeflächen, das Fehlen eines Jugendtreffpunktes oder der aktuelle Schuldenstand. Das zweite Konzept befasst sich mit einer langfristigen Planung über das Jahr 2030 hinaus. Hier geht es vor allem darum, die Zeichen der Zeit zu erkennen und umsichtig zu handeln, wie etwa die verkehrliche Anbindung aller Bürgerinnen und Bürger der Börde an den ÖPNV flexibel zu gewährleisten, einen verkehrlichen Entlastungsring um die Gemeinde Sittensen zu schaffen, das Areal rund um den Mühlenteich als Kulturzentrum für den Tourismus zu erschließen, um auch die Gewerbetreibenden u.a. im Bereich Am Markt/Bahnhofstraße zu stärken. Die Börde Sittensen hat insbesondere aufgrund des Autobahnanschlusses und der Lage zwischen den Metropolen Hamburg und Bremen durchaus vielversprechende Potentiale. Diese Potentiale müssen aber auch aufgegriffen und genutzt werden. Ein weiter so hilft keinem! Schauen wir nur nach Elsdorf, eine Gemeinde, die aufgrund des „neuen“ Autobahnanschlusses einen enormen Aufschwung erfährt.

GV HHE: Wie wollen Sie Ihre Konzepte umsetzen?

Sören Wallin: Mir ist bereits von vielen unterschiedlichen Seiten mitgeteilt worden, dass die Börde Sittensen zu einem nicht unerheblichen Teil von festgefahrenen Strukturen geprägt ist. Ich sehe es als meine Aufgabe an, genau hier für frischen Wind zu sorgen. Die Bürgerinnen und Bürger müssen über wichtige Planungen Ihrer Heimatsamtgemeinde frühzeitig informiert und an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Hierfür gibt es zahlreiche rechtliche Möglichkeiten, die ich gerne gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern nutzen möchte. Nach meiner Einschätzung muss hier ein grundsätzlicher Wandel im Verhältnis Bürger-Staat her. Als Beamter und auch als Angestellter des Öffentlichen Dienstes besteht die primäre Aufgabe darin, den Bürgerinnen und Bürgern zu dienen. Daneben halte ich es für enorm wichtig, Synergieeffekte auf Kreisebene zu forcieren und nutzbar zu machen. Dafür müssen natürlich die Nachbarsamtgemeinden und der Landkreis mitziehen. Und schließlich muss die Arbeit zwischen den Mitgliedsgemeinden in der Börde besser koordiniert werden. Hier muss ein gemeinsamer Fahrplan erarbeitet werden, in dem die Interessen aller Mitgliedsgemeinden ausgewogen Berücksichtigung finden. Ein Konkurrenzdenken zwischen den Mitgliedsgemeinden muss abgestellt werden. Wir sitzen hier alle in einem Boot. Jede Problemlösung muss am Ende des Tages das Beste für alle Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde sein.

GV HHE: Was können die Bürgerinnen und Bürger der Börde in den kommenden Monaten von Sören Wallin erwarten?

Sören Wallin: Einen engagierten, kompetenten, ehrlichen und aufgeschlossenen Kandidaten, der sich jeder Diskussion stellt, auch unangenehme Fragen aufwirft, mit Klarheit jedes Problem beim Namen nennt und an Lösungen für die Börde arbeitet.


Sören Wallin beim Interview mit dem Gemeindeverbandsvorsitzenden Hans-Heinrich Ehlen


22.11.2018

Kandidat Sören Wallin stellt sich vor

Am 9.November im Gasthaus „Zur alten Linde“ in Hamersen konnten CDU-Mitglieder und interessierte, die Chance wahrnehmen den CDU Kandidaten für die Samtgemeindebürgermeisterwahl, Sören Wallin, näher kennen zu lernen.

In einer Ausarbeitung stellte Sören Wallin den „Ist-Zustand“ der Börde Sittensen mit seinen Stärken und Schwächen vor. Dazu gab es viele Lösungsvorschläge und Anregungen, die die Samtgemeinde Sittensen und besonders den Kernort in eine attraktive Zukunft führen können.

Erlegte besonderen Wert darauf, hier die Finanzen zum einen, aber auch die Entwicklungen der Mitgliedsgemeinden zum andren, in den Fokus zu stellen. Sören Wallin ging auf die viel diskutierten Tagespunkte wie Rathausbau, Kindergartenplätze, Wohnungs- und Gewerbebau, ärztliche Versorgung, Kinder- und Jugendangebote, Tourismus und Kultur, die Verkehrliche Situation - bis hin zu Kirche und Feuerwehr ein. Die anwesenden Gäste stiegen voll in die Diskussion ein und ergänzten mit Wünschenswertem und Machbarem.

Das Zukunftskonzept bedarf aber auch die Berücksichtigung bzw. Einbringung in die Regionale Raumplanung-RROP des Landkreises, in die Flächennutzungsplanung der Samtgemeinde und den Bebauungsplänen der Gemeinden. Hier ist eine vorrausschauende Planung unerlässlich und kann nicht aus dem Ärmel geschüttelt werden. In dem 2 ½ stündigen Austausch gab es ca. 50 Punkte, die zur Sprache kamen und nach Prüfung und Konkretisierung in das Zukunftskonzept einfließen sollen. CDU Gemeindeverbandsvorsitzender Heiner Ehlen zeigte sich sehr erfreut über lebhafte Diskussion und gelebte Basisdemokratie. Eine derartige Einbindung der Bevölkerung sollte mehr Eingang in den politischen Alltag finden. Bei „Hinterzimmer Politik“ gibt meistens am Ende meistens Verdruss oder Übervorteilung.

 


11.10.2018

CDU nominiert Bürgermeisterkandidat

Hamersen. Am vergangenen Mittwoch Abend hatte der CDU-Gemeindeverband zu einer besonderen Mitgliederversammlung geladen. Denn es galt aus drei Bewerbern ihren Kandidaten für die Samtgemeindebürgermeisterwahl zu nominieren. Neben Dipl-Kfm. (FH) Lars Hollmann aus Tiste, dem Verwaltungsfachangestellten Stefan Miesner aus Wohnste, hatte sich auch der Volljurist Sören Wallin aus Lautenthal (Harz) beworben.

Laut Statuten der CDU werden Kandidaten in einer Urwahl  - also von der Basis - bestimmt. Somit trafen sich, in der vollbesetzen Lindenstube des Landgasthauses 'Zur Alten Linde' in Hamersen, insgesamt 44 wahlberechtigte Mitglieder sowie zahlreiche Gäste. Nach einer kurzen Begrüßung durch den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Hans-Heinrich Ehlen, hatte jeder Bewerber die Gelegenheit sich persönlich kurz vorzustellen. Kurzvitas der Bewerber waren bereits im Vorfeld an die Mitglieder versandt worden. Im Anschluss nutzten die Mitglieder ausgiebig die Gelegenheit, Fragen an die Bewerber zu richten.

Im ersten Wahlgang unterlag Lars Hollmann deutlich, aber auch die weiteren Bewerber konnten nicht auf Anhieb die erforderliche absolute Mehrheit erzielen. Den nun erforderlichen zweiten Wahlgang konnte dann Sören Wallin gegen Stefan Miesner klar für sich entscheiden. Mit 64,3 % zu 35,7 % der abgegebenen Stimmen wusste er die Mehrheit der Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes Sittensen hinter sich zu vereinen. "Wir haben jetzt ein klares Mitgliedervotum und können mit Sören Wallin geschlossen in den Bürgermeisterwahlkampf starten", so Hans-Heinrich Ehlen.

Gratulieren konnte dem frisch gekürten Kandidaten CDU-Kreisvorsitzender Dr. Marco Mohrmann MdL, der die Grüße des Kreisverbandes überbrachte und Aktuelles aus dem Landtag berichtete.


Sören Wallin wird CDU-Kandidat

Der CDU-Kandidat Sören Wallin stammt gebürtig aus dem Nachbarlandkreis Stade, ist 34 Jahre alt, verheiratet und ausgebildeter Volljurist mit dem Schwerpunkt 'Öffentliches Recht'. Seit über 7 Jahren arbeitet er im höheren nicht-technischen Dienst, davon mehr als 5 Jahre an der TU Clausthal. Ferner ist Sören Wallin rechtsberatend tätig. Hier stehen insbesondere das Baurecht, das Vergaberecht und das Umweltrecht im Fokus.

Seine Heimatverbundenheit war ausschlaggebend, seinen Hut in den Ring zu werfen. Selbstredend ist für Sören Wallin, dass der Samtgemeindebürgermeister in seiner Samtgemeinde leben muss. Allein hierdurch würden die öffentlichen Interessen zu seinen persönlichen Interessen werden.

Für Sören Wallin ist die ausreichende Versorgung mit Krippen-, Kita- und Kindergartenplätzen ebenso wichtig wie die einer guten schulischen Ausbildung. Der Entwicklung in gewerblicher und wohnlicher Hinsicht sowie die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung und der Ausbau des ÖPNV stehen bei ihm ebenso auf der Agenda. Auch möchte er dazu beitragen, dass neben den Einkaufsmöglichkeiten die kulturellen wie auch freizeitlichen Angebote vielfältig sind.

In seiner Vorstellung ging Sören Wallin besonders auf die Samtgemeindeentwicklung ein. Er machte deutlich, dass eine solide Haushaltsführung Grundlage seiner Arbeit sei und die Mitgliedsgemeinden nicht über Gebühr durch die Samtgemeindeumlage belastet werden dürfen. Zukünftige Investitionen, wie die Rathauslösung, dürften sich daher nur im klar abgesteckten Finanzvolumen bewegen.

Schließlich steht das Finden und Nutzen von Fördermöglichkeiten bei Sören Wallin besonders im Blickfeld. Nicht nur hierfür gilt es, eine enge und konstruktive Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit dem Landkreis Rotenburg (Wümme) anzustreben.

E-Mail: soeren.wallin@cdu-sittensen.de


 

 

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