Abscheu
empfinden wir
für den 18-Jährigen,
der versucht hat, die Gebetsstätte unserer muslimischen
Mitbürger
in Brand zu setzen. Den Tod der im Hause lebenden
Personen hat er kaltblütig in Kauf genommen.
Ratlosigkeit
lässt unsere Gedanken kreisen. Was
können wir noch tun, um diesem braunen Spuk ein Ende zu setzen?
Laufen denn alle Bemühungen von Schule und Gesellschaft,
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu
überwinden, bei einigen
ins Leere?
Traurigkeit
erfüllt uns bei dem Gedanken, dass
islamische Mitbürger Angst haben, ihnen könnte bei uns
etwas
Schlimmes geschehen.
Wut
erfasst uns, weil unser Zusammenleben
in gegenseitigem Respekt wieder einen derben Rückschlag
durch
einen primitiven Rowdy erlitten hat.
Scham
über unsere deutsche Geschichte
während des Nationalsozialismus lässt uns dieses Ereignis
in
Sittensen besonders schmerzhaft fühlen. Wir tragen gemeinsam
Verantwortung für die
Ermöglichung eines friedvollen
Zusammenlebens aller Menschen in unserem Land.
Wir leiden mit an dem, was geschehen
ist.
Inge Lefevre
stellvertretende Bürgermeisterin,
Sittensen
Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes
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