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Zevener Zeitung vom 20.03.2017

Geld für die Integration

Samtgemeinde Sittensen unterstützt Arbeit des Flüchtlingsvereins EWiS mit 125 Euro pro Asylbewerber

Von Jakob Brandt

SITTENSEN. Mit Lob ist EWiS, der neue Verein für Flüchtlingshilfe in der Börde, schon überschüttet worden. Jetzt bekommt er auch Geld. Mit jährlich 125 Euro pro Asylbewerber will die Samtgemeinde die Arbeit des Vereins finanziell unterstützen. „Wir sind außerordentlich dankbar, dass der Verein auch die Integration der Flüchtlinge übernimmt“, sagt Samtgemeindebürgermeister Stefan Tiemann.

Nach der Empfehlung des Sozialausschusses hat sich auch der Samtgemeinderat für eine entsprechende Förderung ausgesprochen. Das Geld stammt aus den Mitteln, die der Landkreis, letztlich das Land, den Kommunen für die Flüchtlingshilfe überweist. Von der Pauschale von 1125 Euro pro Person werden jetzt 125 Euro an EWiS weitergeleitet. Laut Ordnungsamtsleiter Stefan Miesner leben derzeit 194 Flüchtlinge in der Börde, die entsprechend zu betreuen sind.
Um klare Zuständigkeiten zu erhalten, soll jetzt noch eine Organisationsform gefunden werden, die das Miteinander von EWiS, den hauptamtlichen Flüchtlingsbetreuern Manfred Cordes und Günter Sprenger sowie der ehrenamtlich tätigen Integrationsbeauftragten Saliha Arican regelt. „Wir müssen schauen, wie wir die Zusammenarbeit mit EWiS gestalten und uns selbst die Spielregeln geben“, so Tiemann. Laut Verwaltungschef nimmt der Verein mit seiner Integrationsarbeit eine wichtige Verzahnungsfunktion zwischen den Flüchtlingen und dem Gemeinwesen wahr. Er unterstütze ganz praktisch die Arbeit der Samtgemeindeverwaltung auch außerhalb der gesetzlich vorgesehen Tätigkeiten. Dem Ratsbeschluss zufolge soll die Zuschusshöhe zum nächsten Haushaltsjahr überprüft werden.

»Die Arbeit des Vereins ist nicht hoch genug anzuerkennen. « Lars Kamphausen, CDU-Ratsmitglied

Dabei soll der Verein auch die Verwendung der finanziellen Mittel nachweisen. In der Vereinssatzung ist festgehalten, dass das Vereinsvermögen im Falle der Auflösung an den Flüchtlingsrat Niedersachsen fällt. Das stößt vor allem bei den Christdemokraten auf Missfallen. „Meiner Meinung nach sollte das Geld für Projekte in der Samtgemeinde bestimmt sein“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Dirk Detjen. „Wir werden den Vorschlag aufgreifen“, sicherte Rats- und Vereinsmitglied Herbert Osterloh bei der Ratssitzung zu. „Wir wollen schauen, ob wir den Passus ändern können.“


Die Integration der Flüchtlinge ist eine große Aufgabe, der sich vor allem der neue Verein EWiS zuwendet. Die Samtgemeinde Sittensen will das Engagement unterstützen und gewährt dem Verein für seine Tätigkeit einen finanziellen Zuschuss.
( Foto von Jutrczenka/dpa)

 

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