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Treffpunkt Sittensen, 21. Mai 2019

McAllister: "Europa so wichtig wie nie"

David McAllister ist Spitzenkandidat der niedersächsischen CDU für die Europawahl. Seit 2014 ist er Abgeordneter im Europaparlament, seit 2015 Vizepräsident der Europäischen Volkspartei (EVP). Auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Sittensen war der ehemalige niedersächsische Ministerpräsident jetzt zu einer Stippvisite im Sittenser Heimathaus zu Gast und warb in einem leidenschaftlichen Plädoyer für ein vereintes Europa.

Gleichzeitig rief er vor den rund 80 Besuchern dazu auf, am 26. Mai zur Europawahl zu gehen. „Wir brauchen eine Mehrheit gegen Populisten, Demagogen und Nationalisten. Darum ist eine höhere Wahlbeteiligung als 2014 noch wichtiger. Europa war noch nie so wichtig und noch nie so gefährdet", mahnte McAllister eindringlich.

Die mediale Aufmerksamkeit in dieser Wahlkampfzeit sei groß wie nie. McAllister hofft, dass dieser Vorteil auch in eine größere Wahlbeteiligung mündet – das beste Rezept gegen Gener von links und rechts. Die Europäische Union stehe für Frieden, Freiheit und wirtschaftlichen Wohlstand. Diese demokratischen Werte gelte es zu verteidigen.

„Eine stabile, verlässliche Mehrheit erreichen wir, wenn wir europäisch zusammenarbeiten", so der EU-Abgeordnete. Populisten und Demagogen wollten die EU zerstören und aus der Euro-Zone führen: „Wenn sie die Mehrheit erreichen, wird es gefährlich. Es werden Ängste geschürt. Der Brexit hat uns gezeigt, wie erfolgreich Nationalisten und Populisten sein können. Die Europawahl ist eine Richtungsentscheidung für die Europäische Union."

Die Demagogen in Großbritannien hätten ganze Arbeit geleistet. „Der Brexit-Prozess ist ein Weckruf, dass nichts garantiert ist in Europa", mahnte der Christdemokrat mit schottischen Wurzeln und gestand, dass es ihm in der Seele leidtäte, wie das Land ins politische Abseits gegangen sei. Er verlieh der Hoffnung Ausdruck, dass der Brexit geordnet und mit einer Übergangsphase von statten gehen möge.

McAllister räumte ein, dass die EU nicht perfekt sei. Sie müsse bürgernäher und transparenter arbeiten. „Aber welche Instanz ist schon perfekt?", fragte er und sprach sich unter anderem für weniger Bürokratie und Auflagen aus, für eine Stärkung der Außen-, Sicherheits- und Handelspolitik, Klimaschutz mit umsetzbaren Zielen, Digitalisierung und keine weiteren EU-Beitritte in den nächsten fünf Jahren.

Er steht für eine politische Mitte, lehnt „jegliche Zusammenarbeit mit linksradikalen Kommunisten" ab und zeigt „klare Kante gegen rechts." Die AfD ist für ihn alles, aber keine seriöse Alternative. „Die schweigende Mehrheit ist noch zu groß und muss den Hintern hochkriegen und zur Wahl gehen", so sein deutlicher Appell. Es schloss sich eine lebhafte Diskussion mit den Besuchern an.

Gemeindeverbandsvorsitzender Hans-Heinrich Ehlen freute sich, dass auch CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Marco Mohrmann und der ehemalige Abgeordnete des Bundestages, Carl-Detlev von Hammerstein aus Bockel sowie Gäste aus den Landkreisen Harburg und Stade unter den Gästen weilten.

Durch den Abend führte der von der CDU unterstützte Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Samtgemeinde Sittensen, Sören Wallin, der mit den Zuhörern samtgemeinderelevante Themen erörterte und ihnen als Jurist unter anderem die Vorgaben des regionalen Raumordnungsprogrammes für den Landkreis Rotenburg als Grundlage für kommunale Planungen näherbrachte. Schnittchen und Getränke sorgten für Stärkung zwischen den angeregten Diskussionen. (hm)

 

 

 


 

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