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Pressemitteilung, 11. Juni 2019

Ministerin Barbara Otte-Kinast in Burgsittensen am 6.6.2019 um 19.30 Uhr

Mit über 60 Gästen konnte der CDU Gemeindevorsitzende Heiner Ehlen, die Niedersächsische Ministerin für Landwirtschaft, Verbraucherschutz und den ländlichen Raum, Barbara Otte-Kinast, im Klostergut in Burgsittensen begrüßen. Der Versammlungsraum „alter Kuhstall“, war von der Pächterfamilie Wülpern sehr dekorativ und liebevoll gestaltet worden.
Neben vielen Wählerinnen und Wählern, waren auch der Kreislandvolkvorsitzende Andreas Heins aus Rockstedt, viele Erzeuger und Verbraucher, sowie Vertreter der handwerklichen hiesigen Lebensmittelbetriebe erschienen.
Der CDU Kandidat für das Samtgemeindebürgermeisteramt, Sören Wallin, moderierte und führte souverän durch die Versammlung.
Nach einem kompakten Einführungsvortrag, kamen dann in der folgenden Diskussion die ganze Bandbreite von Problemstellungen und Lösungsmöglichkeiten durch die Landespolitik, für den Verbraucherschutz, der Investitionsförderung, als auch des Grundwasserschutzes und der EU-Düngeverordnung zum Tragen.
Intensiv wurden auf die Entfremdung der Verbraucher und der Jugend, von der Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln eingegangen. Wer ist heute noch in der Lage, eine Mahlzeit aus den Grundstoffen und Zutaten aus dem heimischen Garten oder der Region, zu zubereiten. Kochshows im Fernsehen stehen hoch im Kurs, das Selbermachen verbleibt aber meistens. Kantinenessen oder Fertiggerichte machen es uns auch sehr einfach ohne Hunger den Tag zu überstehen. Leider wird der Verbraucher oft durch die Medien verunsichert, da meist nur von Skandalen berichtet wird, die uns zusätzlich verunsichern, obwohl es in keinem Land der Welt solch sichere Grundnahrungsmittel gibt, wie in Niedersachsen und in Deutschland. Wer kann heute noch eine Zutatenliste richtig lesen und deren Inhalte entsprechend interpretieren. Dabei stehen die Zutaten in abnehmenden Anteilen meist prozentual auf der Liste und geben Auskunft über den Nährwert, den Zucker- und Fettanteil sowie Vitamine und Mineralien.
Es wurde mehrfach die Forderung aus der Versammlung gestellt, dieses Grundwissen wieder im normalen Schulunterricht zu vermitteln. Hierzu gehören auch ein Wissen über das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Vermeidung von zu vielen Abfällen und Lebensmittelresten. Hier sollte eine eigene Sinnenprüfung nach Aussehen, Geruch oder Geschmack den Ausschlag geben und nicht das MHD.
Umstellungen auf den Ökolandbau und die regionale Erzeugung stellte Frau Ministerin als wünschenswerte Entwicklungen vor, sie verwies aber auch auf den begrenzten Markt für diese Produkte hin. Wenn es zu Befragungen vor einem Lebensmittelsupermarkt kommt ist große Bereitschaft da, auch teurere Produkte zu kaufen. Beim verlassen des Marktes befinden sich in der Regel nur Sonderangebote neben preisgünstigen Lebensmitteln. Dieses Einkaufsverhalten zeigt aber auch den hohen Qualitätsstandard unserer Lebensmittel insgesamt, preisgünstig ist nicht gleich schlecht.
In Sachen der finanziellen Förderung des Landes Niedersachsen, der Bundesrepublik Deutschland und der EU, war man sich einig, dass die Lücke zwischen der Dorferneuerung und der Städtebauförderung schleunigst beseitigt werden muss. In dieses Loch fallen unsere meisten Grundzentren, wozu bisher auch der Kernort Sittensen gehörte. Diese Orte sind für die Städtebauförderung zu klein (mind. 10 00 Einwohner) und für die Dorferneuerung (höchstens 3 000 Einwohner) zu groß. Hier musste in der Vergangenheit auf sehr viel Finanzhilfe verzichtet werden, obwohl gerade diese Orte der Grundversorgung, einen sehr großen Investitions- und Entwicklungsbedarf haben. Hier waren in der Vergangenheit oft Umwege oder kreative Lösungen das Mittel, um doch noch an eine Förderung zu kommen.
Die anwesenden Landwirte und deren Vertreter wiesen die Ministerin auf die vorhandene Verdrossenheit hin, die unsere Erzeuger mit überbordender Bürokratie zu erfüllen haben. Viele Bürostunden sind heute nötig, um den Anforderungen, der meist von der Europäischen Union verordneten Dokumentation, gerecht zu werden. Der Landwirt ist zum „Schreibwirt“ geworden.
Grundwasserschutz ist ein Auftrag an die ganze Bevölkerung, wenngleich Landwirte mit ihrer Düngung hier sehr viel an Steuerungsmöglichkeiten haben und nahe am Problem arbeiten. Die neue Düngeverordnung ist und muss an dem tatsächlichen Pflanzenbedarf orientiertsein und darf am Ende auch nicht zu einer Unterversorgung führen. In ihrem Schlusswort verwies die Ministerin darauf, dass wir mit Produktion und verantwortungsvollem Verbraucherverhalten einer jährlich wachsenden Weltbevölkerung in Sachen Ernährung gerecht werden müssen.
Heiner Ehlen dankte der Ministerin für ihren Einsatz und die lange Anfahrt. Er wünschte ihr eine gute staufreie 2 1/2stündige Heimfahrt. Die Besucher wurden mit der Bitte entlassen, für die Stichwahl zur Samtgemeindebürgermeisterwahl am 16.Juni zu werben und dem CDU-Kandidaten Sören Wallin das Vertrauen zu schenken.

 


 

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